Hitze bringt Insektenstiche
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mama-redaktion 21 Juli, 2010 Kategorie
VolMamas News
Beständige Temperaturen um die 30 Grad und mehr bescheren dem Roten Kreuz zahlreiche Einsätze und den Spitalsambulanzen regen Zulauf. Doch es ist nicht der Kreislauf, der unter der Hitze leidet. Es sind Bienen- und Wespenstiche, die vermehrt einer ärztlichen Behandlung bedürfen. „Allergische Reaktionen und lokale Schwellungen waren am Wochenende an der Tagesordnung“, erzählt Primar Dr. Günter Höfle, Internist und Chefarzt im LKH Hohenems. Die momentane Ruhe an der Kreislauffront hängt seiner Ansicht nach damit zusammen, dass die Leute „inzwischen wissen, wie sie sich bei diesem Wetter verhalten sollen“.
Mehr Verletzungen
Diese Einschätzung bestätigt auch Rotkreuz-Geschäftsführer Roland Gozzi. „Nach ein bis zwei Tagen haben sich die Menschen an die Hitze gewöhnt“, sagt er. Was dann allerdings verstärkt Rettungsausfahrten erfordert, sind kleinere und größere Verletzungen bei Freizeitaktivitäten. „Je mehr Leute sich im Freien aufhalten, umso mehr passiert in diesem Bereich“, schildert Gozzi seine Erfahrungen. An den vergangenen drei Wochenenden bewegten sich die Ausrückungen zwischen 178 und 157, wobei es am letzten Wochenende mit 152 Einsätzen eher wieder ruhiger war. Als sehr ereignisreich wurde von vielen Mitarbeitern hingegen der 3. Juli empfunden, an dem die Rotkreuzfahrzeuge 157 Mal gestartet werden mussten. Das kann laut Roland Gozzi regional durchaus zutreffen. Übers Land verteilt würde es sich dann aber meist wieder aufheben.
Trinkmenge abklären
Grundsätzlich kommt der menschliche Körper mit Hitze gut zurecht. Für den nötigen Ausgleich sorgt das Schwitzen. Damit die eigene „Klimaanlage“ jedoch funktioniert, braucht sie genügend Flüssigkeit. „Bei gesunden Menschen ist es deshalb wichtig, dass sie über den Tag verteilt genügend trinken und nicht warten, bis der Durst kommt“, betont Günter Höfle. Anders verhält es sich bei Patienten mit einer Nieren- oder Herzkreislauferkrankung. „Sie sollten sich bezüglich Trinkmenge unbedingt von ihrem betreuenden Arzt beraten lassen“, empfiehlt der Internist eindringlich. Denn bei solchen Erkrankungen kann zu viel Flüssigkeit sogar schädlich sein. Gleiches gilt bei Überbelastungen. Menschen mit Grunderkrankungen sollten schweißtreibende Aktivitäten bei Hitze generell meiden. Aber auch Gesunden sei geraten, intensive körperliche Anstrengungen in die kühlen Morgenstunden zu legen. Was sich ganz und gar nicht verträgt sind Alkohol und hohe Temperaturen. „Diese Kombination kann tatsächlich schnell zu einem Kreislaufkollaps führen“, warnt Günter Höfle. Als Durstlöscher zu bevorzugen sind Wasser, Mineralwasser oder verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte. Erste Anzeichen einer Dehydratation sind übrigens Mundtrockenheit, Konzentrationsmangel und Kopfschmerzen. Machen sich solche Symptome bemerkbar, hilft nur trinken und in den Schatten gehen.
Anti-Hitze-Tipps
» Bei schneller Abkühlung auf einen Sprung ins kalte Nass verzichten, lieber Wasser über Unterarme und Handgelenke laufen lassen. Das stärkt den Kreislauf. » Die brütende Mittagshitze meiden und sich im Schatten aufhalten. Sportler sollen ihr Training am Morgen oder Abend absolvieren – kleine Pausen einplanen. » Auf schwere Mahlzeiten verzichten, sie belasten den Kreislauf. » Helle Kopfbedeckung tragen, um einem Sonnenstich vorzubeugen. Kleine Kinder sind besonders gefährdet.



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